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Waldwert, Holzwert und Versicherungswert sind nicht dasselbe

Wer einen Wald versichert, sollte drei Begriffe sauber trennen: den Wert des stehenden Bestands, den möglichen Erlös aus Holz und die vertraglich vereinbarte Versicherungsgröße.

Holzwert

Der Holzwert orientiert sich an Menge, Sortiment, Qualität, Aufarbeitung und Marktpreis. Er verändert sich mit dem Holzmarkt und kann bei Schadholz deutlich unter dem erwarteten Erlös liegen.

Wald- bzw. Bestandswert

Der Bestandswert berücksichtigt den stehenden Bestand in seiner Entwicklungsstufe. Bei jungen oder noch nicht hiebsreifen Beständen geht es nicht nur darum, was heute eingeschlagen verkauft werden könnte.

Versicherungswert

Der Versicherungswert folgt dem jeweiligen Versicherungsmodell. In der Waldbrandversicherung wird die Versicherungssumme nach anerkannten Grundsätzen der Waldwertrechnung hergeleitet. In der Sturmversicherung kann dagegen eine pauschale Entschädigung je Festmeter Schadholz oder Hektar Schadenfläche vereinbart werden.

Warum Unterversicherung problematisch ist

Wenn eine vereinbarte Versicherungssumme hinter dem tatsächlichen Bestandswert zurückbleibt, kann die Entschädigung im Schadenfall unzureichend sein. Die konkreten Folgen hängen von den Vertragsbedingungen ab.

Für größere Forstbetriebe sollten Forsteinrichtungsdaten und aktuelle Bestandsentwicklungen regelmäßig mit der Versicherungskalkulation abgeglichen werden.